Pflanzenmilch: Erklärung und 5 Gründe warum, der Milchersatz so gut ist

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    Hafer, Dinkel, Mandel, Cashew, oder Erbse! Pflanzenmilch ist Natur pur und ersetzt die Milch von der Kuh. Aber, was ist Pflanzenmilch genau? Woraus besteht sie und warum sollten wir sie öfter mal in unser Müsli oder den Kaffee kippen? Hier kommen eine Erklärung und fünf Gründe, warum die Milch aus Pflanzen ein guter Milchersatz ist.

    Was ist Pflanzenmilch?

    Pflanzenmilch ist eine Flüssigkeit, in der Nüsse, Hülsenfrüchte oder Getreide mit Wasser püriert bzw. vermischt werden. Ihr Aussehen und die Konsistenz ähneln oft der Kuhmilch, der Geschmack variiert aber je nach Hauptzutat. Fun-Fact: Hersteller von Pflanzenmilch dürfen ihr Produkt nicht mit dem Wort "Milch" versehen. 2017 entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH), dass Produkte, die hauptsächlich aus Pflanzen bestehen, nicht den Namen Butter, Fleisch oder eben Milch tragen dürfen. Deswegen findet man im Supermarkt auch nur sogenannte Pflanzendrinks.

    Hier hast du noch mal einen Überblick über die unterschiedlichen Pflanzendrinks, die im Supermarkt häufig im Regal stehen:

    • Sojamilch
    • Reismilch
    • Mandelmilch
    • Hafermilch
    • Dinkelmilch
    • Erbsenmilch
    • Cashewmilch
    • Lupinenmilch
    • Kokosmilch
    • Hanfmilch

    Worauf muss ich bei Pflanzenmilch achten?

    Mittlerweile gibt es unterschiedliche Hersteller von Pflanzenmilch. Du solltest bei deinem Einkauf aber folgendes beachten:

    • Weniger ist mehr. Manchmal werden einer Pflanzenmilch Zucker und Geschmacksverstärker zugesetzt. Vor allem bei Sorten mit Vanillegeschmack oder ähnlichem sollte man misstrauisch werden. Ein Blick auf die Zutaten lohnt sich. Mehr als Wasser und die jeweilige Pflanze sollte eigentlich nicht drin sein. Vielleicht noch ein bisschen Salz. Aber Zucker oder E3000 haben nichts in einer Pflanzenmilch verloren.
    • Kauf Bio-Pflanzenmilch. So kannst du sicher sein, dass die Pflanzen aus einer nachhaltigen Landwirtschaft stammen.
    • Lagere angebrochene Pflanzenmilch in deinem Kühlschrank und brauche sie innerhalb einer Woche auf. Sonst wird sie schlecht.
    • Kauf Pflanzenmilch in Glasflaschen. Viele Hersteller von Pflanzenmilch setzen noch auf Verpackungen mit Plastikverschluss. Eine Glasflasche lässt sich aber viel besser wiederverwenden und kommt ohne Plastik zu dir nach Hause. Oder noch besser: Du stellst deine Pflanzenmilch mit einem Nussmilchbeutel einfach selbst her.

    Noch nicht überzeugt? Dann kommen hier 5 Gründe, warum sich Pflanzenmilch auch für dich lohnt.

    5 Gründe für Pflanzenmilch in deinem Kühlschrank

    1. Pflanzenmilch ist gut für die Umwelt

    Auch wenn die Deutschen immer noch lieber zur Milch von der Kuh greifen. Im Vergleich zur Kuhmilch fällt die Umweltbelastung der pflanzlichen Alternative deutlich geringer aus. Das fanden zwei Forscher 2018 heraus, als sie Kuh- und Sojamilch miteinander verglichen. Vor allem in der Co2-Belastung und dem Verbrauch der Fläche schnitt die Pflanzenmilch besser ab. Hinzu kommt noch die Massentiererhaltung der Kühe und der Fakt, dass du deine Pflanzenmilch ganz einfach selber machen kannst – ohne Euter, dafür aber mit einem Stoffbeutel aus Baumwolle.

    Auf einer Wand steht der Schriftzug: I milked an Almond Cow. Foto: Daniel Salcius/Unsplash[/caption]

    2. Pflanzenmilch lässt sich gut aufschäumen

    Vor allem Hafermilch lässt sich gut aufschäumen und passt perfekt zu Kaffee oder heißer Schokolade. Sie eignet sich aber auch bestens für Süßes und Herzhaftes. Zum Kochen empfehlen wir übrigens selbstgemachte Pflanzensahne. Verwende bei unserem Rezept für Nussmilch einfach weniger Wasser und fertig ist die cremige Alternative. Da freut sich auch die Kuh!

    Eine Kuh lacht in die Kamera. Foto: Michael Kucharski/Unsplash[/caption]

    3. Pflanzenmilch ist vielfältig.

    Es gibt nur eine Kuh, dafür aber: Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln, Macadamia, Paranüsse, Cashewkerne, Hafer, Dinkel, Soja und Hanf usw. Die Liste der Pflanzen als Milchersatz ist lang. Probier dich durch die Bandbreite der Sorten von Milchalternativen, um deinen persönlichen Favoriten zu finden.

    4. Superfood? Nussmilch!

    Nüsse sind ein super Food! Grund dafür ist ihr hoher Anteil an hochwertigen Fettsäuren und Proteinen. Allen voran steht die Walnuss. Voll von einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist sie Quelle von wertvollem Omega-3, Vitamin E, B-Vitaminen, Kalium und anderen Köstlichkeiten. Aber Vorsicht! Am Ende wirst du dank der Walnussmilch noch so stark wie die Ameisen:

    5. Du kannst Pflanzenmilch selber machen

    Kennst du die Bibi Blocksberg Folge mit der Kuh im Schlafzimmer? Pflanzenmilch selber machen geht einfacher und ist platzsparender. Alles was du brauchst sind Nüsse oder Getreide deiner Wahl, Wasser, ein Gefäß zum Abfüllen und ein paar weitere Arbeitsgeräte. Hier findest du unsere DIY-Anleitung für eine Hafermilch. Und wer will, kann hier mal bei Bibi und der Kuh reinhören: